Künstliche Intelligenz verändert jede Phase der Schönheitsbranche. Von der bahnbrechenden Forschung in den Laboren bis hin zu intelligenteren, verbraucherorientierten Anwendungen ermöglicht KI den Produktentwicklern ein besseres Verständnis der Inhaltsstoffe und beschleunigt die Entwicklungszyklen. Für die Kunden vereinfacht diese Technologie die Suche und hilft ihnen, die große Auswahl an Produkten leichter zu durchschauen. Da die Nachfrage nach individueller Schönheit wächst, arbeiten Unternehmen daran, KI-gesteuerte Lösungen an immer mehr Berührungspunkten einzusetzen, um personalisierte Erlebnisse zugänglicher zu machen.
Wichtigste Einblicke
In der Inhaltsstoffforschung und bei digitalen Dienstleistungen spielt KI in der Schönheitsbranche inzwischen eine wichtige Rolle. Globale Unternehmen wie Amorepacific setzen KI ein, um Produkteinführungen zu beschleunigen und neue Inhaltsstoffe zu identifizieren. Digitale Tools, die die Haut analysieren oder Produkte empfehlen, sind inzwischen weit verbreitet, obwohl ihre Akzeptanz immer noch von Vertrauen und Konsistenz abhängt. Jüngsten Branchendaten zufolge haben über 30 % der Beauty-Shopper in Europa mindestens einmal ein KI-gestütztes Hautanalyse-Tool verwendet. 
Personalisierung hat sich zu einem “Hauptthema” entwickelt – vom digitalen Marketing bis hin zur Formulierung von Produkten. Anastasia Georgievskaya, CEO von Haut.AI, betont, dass künstliche Intelligenz das Herzstück dieses Wandels ist und Marken in die Lage versetzt, maßgeschneiderte Erfahrungen und Empfehlungen zu liefern.
Amorepacific hat KI in die Entwicklung eines neuen Peptids für die Haargesundheit integriert, bei dem die Unterstützung von Keratin im Vordergrund steht. Die Analyse riesiger chemischer und biologischer Datensätze durch KI ermöglicht die Identifizierung vielversprechender Inhaltsstoffe und macht sie von einem Automatisierungswerkzeug zu einem wertvollen Partner bei der wissenschaftlichen Entdeckung und Produktinnovation.
Fortgeschrittene Forschung und Formulierung
KI verändert die Methoden, die Kosmetikhersteller zur Identifizierung und Kombination neuer Inhaltsstoffe einsetzen. Mit computergestützten Analysemethoden können Unternehmen jetzt die Wechselwirkungen zwischen bioaktiven Substanzen und Oberflächen wie Haut und Haar auf einer viel tieferen Ebene untersuchen.
Amorepacific zeigt, wie KI-gesteuerte Arbeitsabläufe komplexe biologische Prozesse aufklären und zu effektiveren Formulierungsentscheidungen führen. Zu den jüngsten Projekten gehörte die Verwendung eines Datensatzes mit 8.000 Verbindungen, um das Peptid mit der stärksten positiven Wirkung auf die Haarstruktur herauszufinden.
Diese Studie, die im International Journal of Cosmetic Science veröffentlicht wurde, zeigt, dass Tripeptid-132 die Keratinstärke am besten unterstützt, indem es sich fester an die Haarfaser bindet als Alternativen.
Vertrauen der Verbraucher aufbauen
Amorepacific nutzt KI nicht nur in der Forschung, sondern auch für Dienstleistungen, die direkt für die Verbraucherinnen und Verbraucher verfügbar sind, wie z. B. digitale Hautbewertungen und interaktive Make-up-Tools. Diese Technologien werden immer mehr zum Mainstream und setzen neue Maßstäbe für die Schönheitsindustrie.
Georgievskaya stellt fest, dass viele Menschen bereits Erfahrungen mit fortschrittlichen KI-gestützten Beauty-Tools von Top-Marken gemacht haben. Sobald die Verbraucher/innen dieses Maß an Individualisierung erfahren haben, suchen sie bei allen Marken nach ähnlichen maßgeschneiderten Lösungen.